Irish Soundlab of Cultures. Ein Projekt der kulturellen Sozialarbeit in Berlin.

Im Kiez gemeinsam Musik erleben. Dabei geht es weniger um professionelle Performance oder perfekte Instrumentalbeherrschung, sondern schlicht und einfach um die verbindende Kraft der Musik.

Soundlab of Cultures

Foto : Ursula Heine

Musik verbindet und macht stark

Mein interkulturelles Musik-Projekt beim Gemeinwesenverein Haselhorst e.V.  https://gwv-haselhorst.de/  verbindet verschiedene Charaktere und Musikgeschmäcker. Als soundliche Orientierung dient oft irische Musik, die in ihrer Fröhlichkeit und Impulsivität immer wieder motiviert, sich musikalisch auszuprobieren. So entstehen dann Melodien und Soundscapes verschiedener Kulturkreise, die uns als Projekt charakterisieren. Gemeinsam loten wir unsere spielerischen Fähigkeiten aus, probieren uns bei Konzerten im Kiez und lassen für kurze Zeit den Alltag hinter uns. Manchmal thematisieren wir ihn aber auch in unserer Musik.

Kulturelle Sozialarbeit im Kiez

Das Konzept zum Projekt entwickelte ich im Rahmen der kulturellen Sozialarbeit in Stadtteilen. Primäres Ziel  ist es, musikbegeisterte Menschen im Kiez zusammen zuführen und auf ihrem musikalischen Weg zu begleiten. Die sich daraus häufig ergebenden Alltags-Gespräche, aber auch Beratungsansätze im Rahmen der systemischen Stadtteilarbeit, ebenso die Vermittlung an weitere Träger im Kiez ergänzen meine Arbeit und machen sie vielschichtig. Für mich ist die Umsetzung des Projektes gleichermaßen anspruchsvoll und erfüllend, da die Teilnehmer*Innen oft über sich hinaus wachsen und begeisternd musizieren und performen. Außerdem entsteht ein neues Sozialgefüge mit hohem Vernetzungspotential.

Motivation ohne Leistungsdruck

Deutlich wird, das ein Projekt ohne Leistungsdruck,  aber starkem persönlichen Einsatz  hohe Motivation erzeugt. Dadurch kann durchaus ein repräsentatives musikalischer Niveau erreicht werden. Das zeigen auch die begeisterten Reaktionen bei den Konzerten. Darüber freue ich mich sehr und bin auch ein bisschen stolz.

Besondere Zeit – besondere Strategien

Derzeit proben wir mit dem Projekt coronabedingt im mobilen Rahmen. Da wir nicht in geschlossenen Räumen proben können, treffen wir uns auch in unserem Trommelfloh-Studio-Garten. Wir nutzen die technische und räumliche Infrastruktur, die auch bei weiteren eigenen Produktionen und der Kooperation mit dem ZDF/KIKA zum Einsatz kommt.

Medienarbeit im Projekt

Im Studio-Garten können  wir Abstand halten und trotzdem sinnvoll üben und performen. Das gemeinsame Musizieren wird jetzt noch durch Aspekte der verarbeitenden Medienarbeit ergänzt. Oft filmen wir unsere Proben, oder erstellen Audios, mit Begeisterung aber jenseits aller Perfektion. Hierbei helfen uns immer wieder ehrenamtliche Kulturschaffende und Techniker*Innen. Dafür bin ich sehr dankbar. Unsere puristisch anmutenden Live-Clips dienen einerseits der Selbstreflektion, andererseits senden wir sie Besucher*Innen weiterer stadtteilorientierter Projekte, als kleine Aufmunterung oder als Basis für Gespräche.

„Crossing the Kiez“-ein Leitmotiv der kulturellen Sozialarbeit

Im Projekt arbeite ich auch unter Berücksichtigung der von mir ins Leben gerufenen Initiative „Crossing the Kiez“. Neben der expliziten Gestaltungsmöglichkeit im Stadtteil, kommt hier das Bedürfnis des erweiterten Kontaktes von Teilnehmer/Innen mit gleichgesinnten Menschen aus verschiedenen Kiezen zum Tragen. So überwinden wir spielend Grenzen und erweitern den eigenen Horizont.

Hier ein Soundbeispiel-Potpourri unseres Projektes „Irish Soundlab of Cultures“. Habt viel Freude!

 

 

Video-Dreh

Hier erhaltet ihr den Eindruck einer Probe in unserem Studiogarten mit dem Irish Traditional Song „Marrys Wedding“. Abstandhalten ist gerade Pflicht und wir halten uns daran. Trotzdem macht es viel Freude mit erweiterten, manchmal zeitversetzt spielenden Besetzungen spontan zu performen. Wir lassen uns während der schwierigen Corona-Zeit nicht unterkriegen.

Ich finde es immer wieder beeindruckend, mit wieviel Phantasie und Geschick die Musiker*Innen agieren. Hierzu reichen manchmal ganz einfache Mittel. Schaut mal, wie Uli mit den Löffeln Rhythmus macht, nachdem er die Mandoline zur Seite gelegt hat.

 

Kooperation mit weiteren Künstlern

Hier noch eine Kooperations-Session mit den Berliner Artistinnen Jana und Sandra Briesemeister. Zusammen haben wir schon so einige Projekte gewuppt. Die spontane Umsetzung von Artistik und Musik gefällt mir besonders.

Projektmanagement als Grundlage meiner Arbeit

Meine Tätigkeit als selbstständiger Projektmanager in der Schnittmenge sozialarbeiterischer, künstlerischer und seelsorgerischer Ansätze kommt mir auch in den Arbeitsbereichen des Gemeinwesenvereines Haselhorst e.V zugute. Ebenso die Tätigkeit als Künstler im Bereich „Family Entertainment“. Bereits zweimal war ich in diesem Zusammenhang Preisträger des deutschen Kinderliederpreises. Meine 25 jährige Bühnenerfahrung und die Freude am Performen, versuche ich den Teilnehmern meines  Musikprojektes weiterzugeben. Und oftmals gelingt das auch.

Konzeption, Strategie und Operative Durchführung 

Seid 2007 setze ich für den Verein Projekte im Bereich der kulturellen Sozialarbeit um. Ich kombiniere hier meine Erfahrung in der konzeptionellen, strategischen und operativen Durchführung von sozialkulturellen Projekten mit den Bedürfnissen der systemischen Stadtteilarbeit des Vereines. Diese Arbeit macht mir große Freude. So entstanden ganz praktisch verschiedene Konzeptionen im Bereich Kinder, Jugend-und Familie, offene Cafe-Treffs und auch das Musikprojekt „Irish Soundlab of Cultures“.

Bleibt gesund und bis bald

Euer Maxim auch im Namen des GWV Haselhorst e.V.

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